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Impulse

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Impuls 12-01

Jahreslosung

Manchmal, da läuft es nicht rund für uns. Wenn wir hinter Erwartungen zurück geblieben sind. Wenn unser Glaube mal wieder zu schwach gewesen ist. Wenn wir uns anders oder besser hätten verhalten können. Müsste da nicht eines Tages das Maß voll sein? Dass Jesus uns sagt: „Mir reicht es. Mit dir möchte ich nichts mehr zu tun haben!“

Erstaunlich ist, was uns in der Jahreslosung gesagt wird: Da heißt es: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen“.

Das hat Jesus nicht nur gesagt. Er hat es auch gelebt. In den unterschiedlichsten Begegnungen mit merkwürdigen Menschen, mit denen er sich eingelassen hat, um die die Anderen einen großen Bogen machen würden.

Dass bei Jesus keiner abgewiesen wird, dass es bei ihm keine Einschränkungen und Bedingungen gibt, das scheint also bei ihm Programm zu sein.

Und wie ist das mit uns, in unseren Gemeinden? Wie gehen wir dort mit Menschen um, deren Nase uns nicht passt? Die sich nicht richtig verhalten haben. Deren Glaube nicht immer stark ist. Die eine andere Meinung vertreten. Oder aktuell: Die nicht geimpft sind.

Wird auch bei uns gelten: Wer zu mir kommt: Den werde ich nicht abweisen?

Herzliche Einladung auch zur Allianz-Gebetswoche, insbesondere dem Gebetsabend in Oberbrügge am 13.01. um 19.30 Uhr



Impuls 07-01


Griechisches Alphabet

Seit einiger Zeit lernen wir eher unfreiwillig das griechische Alphabet kennen. Durch die Corona Varianten und Mutationen, die nach diesem benannt werden. Inzwischen sind wir bei Omikron angelangt. Virologen gehen davon aus, dass wir es mit noch weiteren Varianten und damit weiteren griechischen Buchstaben zu tun bekommen werden. Wie ansteckend und schwerwiegend die dann sein werden, bleibt abzuwarten.

Heute war auf der Titelseite unserer Tageszeitung von Hoffnung zu lesen. Dass Omikron eine Wende in der Pandemie bringen könne.

Wie dem auch sei: Es gibt jemand, der von sich gesagt hat: Ich bin das Alpha und das Omega, das A und das O. Gemeint ist Jesus Christus, der alles umschließt. Das ganze griechische Alphabet, die ganze Zeit, unser ganzes Leben, egal was passiert. Das kann zudem eine Hoffnung sein.

Herzl. Einladung zudem zur Allianz-Gebetswoche.





Impuls 17-12

2-G oder 3-G?

2-G oder 3-G, das ist eine Frage, die in der jetzigen Zeit häufig diskutiert wird. Auch in den Kirchen und Gemeinden. Eine spannende Frage, gerade auch für unsere Gottesdienste. Kann man es theologisch-christlich verantworten, Menschen aus Gottesdiensten auszuschließen? Auch Menschen, deren Meinung man nicht teilt? Haben nicht gerade die Kirchen bei allem Werben für die Vorteile des Impfens und dem Verweis auf das Gebot der Nächstenliebe die Aufgabe, Spannungen auszuhalten und sich in besonderer Weise dem Zusammenhalt zu verpflichten?

Eine interessante Sichtweise fand ich in diesen Tagen bei der Bischöfin Kirsten Fehrs der Nordkirche. Auch sie wirbt für das Impfen. Sie vertrat aber auch die Ansicht, man müsse an Gottesdiensten für alle Menschen festhalten. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Auch jetzt und heute. Das ist unser Auftrag“. „Es muss Orte geben, an denen alle Menschen sich von ihren Nöten und Sorgen entlasten und sich eine ordentliche Portion ‚Fürchte dich nicht‘ abholen können. Ganz gleich, ob geimpft, genesen oder getestet.“ „An die Krippe dürfen ausnahmslos alle kommen“. „Wir geben keinen einzigen Menschen verloren; auch die nicht, deren Meinung wir nicht teilen“.

Wie man mit dieser Spannung umgeht, ist eine besondere Herausforderung für die Gottesdienste am Hl. Abend, die erfahrungsgemäß von vielen Menschen besucht werden. Aufgrund der zu erwartenden höheren Zahlen und des damit verbundenen Infektionsrisikos empfiehlt unsere Landeskirche, diese Gottesdienste an die 2-G-Regel zu binden. Sie wirbt aber auch, nach Gottesdienstformen zu suchen, wie etwa Open-Air-Gottesdienste, die auch von Gästen mit einem gültigen Testnachweis besucht werden können. Zudem können Gottesdienste, in denen weniger Gäste zu erwarten sind und folglich Mindestabstände eingehalten werden können, ebenfalls in 3-G angeboten werden.






Impuls 10-12

O du fröhliche

Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Freudenzeit. Normalerweise. Und wie ist das jetzt – angesichts der erneuten Einschränkungen?

Erstaunlich ist: Es gibt Menschen, die sich freuen können, egal ob die Zeiten gut sind oder schlecht. Das ist bei ihnen keine aufgesetzte Freude.

Zu solchen Menschen gehören etwa der Theologe Dietrich Bonhoeffer, der sich „von guten Mächten wunderbar geborgen“ wissen konnte, obwohl er in einer Gefängniszelle sitzend den drohenden Tod vor Augen hatte. Dazu gehört der Liederdichter Cyriakus Schneegaß, der dichten konnte: „In dir ist Freude in allem Leide“. Dazu gehört auch der Apostel Paulus, der ebenfalls in einer Gefängniszelle sitzend schreiben konnte: „Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe!“

Diese Freude entsteht also, wenn man sich daran erinnern kann: Es gibt sie auch für mich. Diese guten Mächte, bei denen ich geborgen bin. Diesen Herrn, der mir nahe ist. Dieses „Du“. Auch in schweren Zeiten. Auf allen meinen Wegen. Und deshalb können wir auch in dieser Advents- und Weihnachtszeit weiterhin ein „O du fröhliche“ anstimmen, das aus dem Herzen kommt.





Impuls 30-11 

Mütend

Wir sind nur noch „mütend“ – müde und wütend. So beschreibt eine Wortneuschöpfung, wie sich viele Menschen nach der immer noch andauernden und erneut aufbrausenden Corona-Pandemie fühlen. Wir brauchen dringend gute Nachrichten. Worte, die uns Mut machen, aus denen wir Kraft und Zuversicht schöpfen können.

Die Worte aus der Bibel, die in der Adventszeit gelesen werden, sind solche Worte. Worte etwa wie diese: „Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden! Sagt denen, die sich fürchten: Fasst neuen Mut! Habt keine Angst mehr, denn euer Gott ist bei euch! Gott selbst kommt, um euch zu retten“.

Worte, die sich in diesen Wochen auf eine konkrete Hoffnung richten. Auf die eigentliche Botschaft des Weihnachtsfestes. Auf das Kind in der Krippe. Auf Jesus Christus, der für uns ein Hoffnungsträger in Person ist. Auch jetzt, wenn wir „mütend“ sind.






Impuls 19-11

Highlander

Einer meiner Lieblingsfilme aus den 80ern ist „Highlander“. Da geht es um jenen Connor MacLeod, der 1518 in den schottischen Highlands geboren wird, der aber merkt, dass er nicht sterben kann. So kämpft er sich durch die Jahrhunderte bis ins New York der heutigen Zeit, um dort den Preis zu gewinnen.

Vielleicht hatte man dieses Gefühl der Unsterblichkeit, des unbedenklichen Schutzes, als man sich impfen ließ. Eine trügerische Sicherheit, wie sich derzeit herausstellt. Wenn der Impfschutz nachlässt. Wenn es zu immer häufigeren Impfdurchbrüchen kommt.

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, so werden wir am Totensonntag ermahnt.
Der Totensonntag ist aber gleichzeitig auch der Ewigkeitssonntag. Wir hören von der hoffnungsvollen Botschaft auf ein ewiges Leben, auf „Unsterblichkeit“. Wenn wir auf diese Botschaft unser Vertrauen setzen. Auf Jesus Christus, von dem es in Anlehnung an den „Highlander“ heißen könnte: „Es kann nur Einen geben“.





Impuls 30-07

Oh Gott!

So titelte die Bildzeitung, als das ganze Ausmaß des Hochwassers allmählich sichtbar wurde.

Oh Gott, das kann man als Schuldzuweisung verstehen. An Gott, der dies alles zugelassen hat.
Oder aber: Ist es die Natur, in der es immer wieder zu Jahrhunderthochwassern gekommen ist? Sind es Politiker und Verantwortliche, die trotz aller Vorwarnungen hätten besser warnen können? Sind es wir Menschen, die wir Flüsse begradigt, Wälder gerodet, immer mehr Flächen bebaut haben? Die wir für den Klimawandel verantwortlich sind?

Oh Gott, das kann man aber auch als Gebetsruf, als Hilferuf verstehen. Dass wir für das Unbegreifliche einen Adressaten haben. Dass jetzt immer noch jemand da ist, der uns hört, der uns sieht. Bei dem wir uns ausweinen können. Bei dem wir nötigenfalls auch mal kräftig schreien können. Mit den Fäusten auf den Tisch trommeln können. Wenn die Wut, der Schmerz, das Unbegreifliche hinaus müssen.

Es gab aber nicht nur die Flut. Wir erleben zudem eine Flut der Hilfsbereitschaft. Und da kann man sagen: Danke. Danke an alle Einsatzkräfte für ihren unermesslichen Einsatz. Danke an alle Helferinnen und Helfer, für dies es eine Selbstverständlichkeit ist, mit anzupacken. Danke an alle Spenderinnen und Spender. Danke auch an Gott für alle Hilfe. Dennoch.

Herzliche Einladung auch zu unserem Gottesdienst am Sonntag, 1. August um 10 Uhr bei gutem Wetter auf dem Kirchplatz, ansonsten in der Kirche, in dem es inhaltlich um die Flutkatastrophe gehen soll.


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