Header

Impulse

https://pixabay.com/de/photos/brief-papier-schreiben-füller-2111546/


Impuls 30-07

Oh Gott!

So titelte die Bildzeitung, als das ganze Ausmaß des Hochwassers allmählich sichtbar wurde.

Oh Gott, das kann man als Schuldzuweisung verstehen. An Gott, der dies alles zugelassen hat.
Oder aber: Ist es die Natur, in der es immer wieder zu Jahrhunderthochwassern gekommen ist? Sind es Politiker und Verantwortliche, die trotz aller Vorwarnungen hätten besser warnen können? Sind es wir Menschen, die wir Flüsse begradigt, Wälder gerodet, immer mehr Flächen bebaut haben? Die wir für den Klimawandel verantwortlich sind?

Oh Gott, das kann man aber auch als Gebetsruf, als Hilferuf verstehen. Dass wir für das Unbegreifliche einen Adressaten haben. Dass jetzt immer noch jemand da ist, der uns hört, der uns sieht. Bei dem wir uns ausweinen können. Bei dem wir nötigenfalls auch mal kräftig schreien können. Mit den Fäusten auf den Tisch trommeln können. Wenn die Wut, der Schmerz, das Unbegreifliche hinaus müssen.

Es gab aber nicht nur die Flut. Wir erleben zudem eine Flut der Hilfsbereitschaft. Und da kann man sagen: Danke. Danke an alle Einsatzkräfte für ihren unermesslichen Einsatz. Danke an alle Helferinnen und Helfer, für dies es eine Selbstverständlichkeit ist, mit anzupacken. Danke an alle Spenderinnen und Spender. Danke auch an Gott für alle Hilfe. Dennoch.

Herzliche Einladung auch zu unserem Gottesdienst am Sonntag, 1. August um 10 Uhr bei gutem Wetter auf dem Kirchplatz, ansonsten in der Kirche, in dem es inhaltlich um die Flutkatastrophe gehen soll.


Impuls 05-07

Was bin ich wert?
Letzte Woche gab es Zeugnisse. Der Eine hat die Mathearbeit verhauen. Der Andere hat beim Diktat keinen einzigen Fehler. Der Eine wurde mitten in der Prüfung von einem Blackout überrascht. Der Andere hat ein Super-Zeugnis mit nach Hause gebracht.

So mancher fragt sich – nicht nur in der Schule: Was bin ich wert?

Von eine christlichen Organisation stammt eine Karte, auf der zu lesen ist: „Du bist mehr wert als dein Notendurchschnitt“. Eine interessante Sichtweise, die auf Gott verweist.

Denn bei Gott ist es egal, was ich selber oder andere über mich denken. Mein Wert hängt nicht an meiner Leistung, an meinem Aussehen, an meinem Notendurchschnitt. Das verdeutlicht Jesus, der eben nicht bei den Schönen und Reichen, den Erfolgreichen und Berühmten zu finden ist. Denn er findet sich gerade bei den einfachen Leuten, bei Bedürftigen und Ausgestoßenen.

So kann jemand einmal sagen: „Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast.“



Impuls 29-06

Fußspuren Gottes
Eine weitere Geschichte aus unserem Konfirmanden-Arbeitsbuch:

Der alte Mann aus Afrika hieß Daniel. Er glaubte an Gott. Jemand wollte sich über ihn lustig machen. Er fragt: Woher weißt du, Daniel, dass es einen Gott gibt?

Daniel antwortete: Woher weiß ich, ob ein Mensch oder ein Hund oder ein Esel nachts um meine Hütte gegangen ist? Ich sehe es an den Spuren im Sand. Auch in meinem Leben sind Spuren eingedrückt, Spuren Gottes.

Ich behaupte einmal: Auch in Ihrem Leben gibt es solche Spuren, auch jetzt in diesen Zeiten.





Impuls 16-06

Hilfe ist da
In unserem Arbeitsbuch für Konfirmanden findet sich folgende Geschichte:

Ein Mann wohnte in einem Haus nahe am Fluss. Eines Tages hielt ein Polizeiauto vor seinem Haus. Die Polizei warnte den Mann: „Es wird eine Flut kommen, wir nehmen Sie gern im Auto mit.“ Der Mann lehnte ab: „Ich bin sicher, Gott wird mich retten.“ Kurze Zeit später hatte die Flut die Haustür erreicht. Da kamen Leute in einem Ruderboot vorbei: „Steigen Sie ein, wir bringen Sie in Sicherheit.“ Doch der Mann lehnte ab: „Ich bin mir sicher, Gott wird mich retten.“ Nicht viel später versank das Haus im Wasser und der Mann stand auf dem Dach. Ein Hubschrauberpilot ließ eine Strickleiter zu ihm herunter. Doch der Mann lehnte ab: „Ich bin sicher, Gott wird mich retten.“ Kurz darauf ertrank der Mann und kam in den Himmel. Dort machte er Gott heftige Vorwürfe: „Ich dachte du würdest mich retten.“ Doch Gott antwortete: „Ich weiß nicht, was da passiert ist. Ich habe dir Hilfe geschickt, und zwar drei Mal.“

Manchmal fragen wir uns: Wo ist denn Gott, etwa bei Corona? Vielleicht war er längst schon da, vielleicht hat er längst schon geholfen. Viel natürlicher, als wir uns das vorstellen.





Impuls 02-06

Verlässliche Aussagen
Die Regierenden brauchen verlässliche Aussagen. Etwa von Virologen, um verantwortliche Entscheidungen treffen zu können. Auch wir brauchen verlässliche Aussagen, ob und wie wir uns unbesorgt verhalten können.

Ich habe in den letzten Monaten regelmäßige geistliche Impulse geschrieben, zu denen ich immer wieder positive Reaktionen erhalten habe.

Es ist aber nicht entscheidend, ob es „nette“ Worte sind. Entscheidend ist, ob wir uns auf Aussagen, die den Glauben betreffen, verlassen können.

Ich könnte dazu auf Argumente kluger Theologen verweisen. Ich könnte auf die Bibel verweisen. Ich könnte auf Jesus Christus verweisen, in denen diese Aussagen überprüfbar geworden sind.
Letztlich hilft aber nur eines: Es ausprobieren. Sich auf die biblischen Aussagen einlassen. Ihnen Vertrauen schenken. Nicht sofort aufgeben. Dran bleiben. Dann wird sich herausstellen, ob sie wahr sind oder nicht.




Impuls 26-05 

3-G-Regel
3G, das kannte man bislang als einen Mobilfunkstandard der dritten Generation. Seit Kurzem wird aber immer häufiger die 3-G-Regel beachtet: Man muss geimpft, getestet oder genesen sein, um in manchen Bereichen einen Zutritt gewährt zu bekommen. Das mag verständlich sein. Das mag eine logische Folge der Corona-Bekämpfung sein. Es wird aber auch als ausgrenzend und wie eine Zwei-Klassen-Gesellschaft empfunden.

Bei Jesus gilt eine andere Regel. Denn er sagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Im christlichen Glauben werden übrigens drei andere G‘s empfohlen: Gottes Wort – Gebet – Glaube.





Impuls 19-05

Mittendrin
Er ist immer noch da und weiterhin schwer aktiv. Trotz seiner inzwischen 75 Jahre: Der Mann mit dem lässigen Hut, der Sonnenbrille und der Zigarre: Udo Lindenberg. Mit vier neuen Stücken auf seiner neuesten CD, unter anderem mit der Single „Mittendrin“. Mit der er Hoffnung wecken möchte. Für all diejenigen, denen „langsam die Power ausgeht. Im zweiten Corona-Jahr“.
Hoffnung auf eine Zeit nach der Pandemie und dass es weitergeht. Da singt er etwa: „Auch die dunkelste Stunde hat nur 60 Minuten“.

Wir brauchen Mutmacher und Hoffnungsträger. Wie etwa auch Paulus, der uns auf einen anderen Mutmacher verweist: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“





Impuls 12-05

Überflüssig?
Eine Spinne lebte glücklich und froh in ihrem Netz, bis sie eine Einladung zu einem gelehrten Vortrag bei einer Spinnenversammlung folgte. Aufmerksam hört sie zu, wie der Redner sagt: „Die Welt ist anders geworden, ihr müsst euch anpassen, euch von Unnützem trennen.“

Die Spinne wird ganz nervös. Als sie nach Hause kommt, inspiziert sie umgehend ihr Netz. Aber kein Faden war überflüssig, jeder schien dringend notwendig. Schließlich findet die Spinne noch einen Faden, der senkrecht nach oben läuft. Sie kann sich nicht erinnern, dass an diesem Faden jemals eine Fliege hängen geblieben wäre. Also weg damit! Die Spinne beißt den Faden ab und – das Netz fällt in sich zusammen.

Es war nämlich der Faden, an dem das ganze Spinnennetz aufgehängt war.

Am Himmelfahrtsfest werden wir uns bewusst, dass es diesen „Draht“ nach oben gibt, den wir gerne nutzen können. Auch jetzt. In diesen Zeiten.

Herzl. Grüße, bis bald, vielleicht bereits am Sonntag in unserem Wiedersehensgottesdienst.






Impuls 05-05

Vorfreude

Die Inzidenzwerte sinken. Selbst im Märkischen Kreis. Die Impfungen nehmen endlich an Fahrt auf. Immer mehr Bundesländer kündigen Lockerungen an. Insbesondere für Geimpfte. Die dritte Welle scheint gebrochen. Auch Urlaube sind in greifbarere Nähe gerückt. Bilder aus Ländern mit einer hohen Impfquote lassen Vorfreude aufkommen, wie ein Leben in Normalität wieder aussehen kann.

Vorfreude ist die schönste Freude. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Hoffnung verleiht Flügel. So lauten einige bekannte Sprichworte.

In der Bibel heißt es in ähnlicher Weise: „Unsere Hoffnung aber wird uns nicht enttäuschen“, bzw. „aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen.“




Impuls 27-04

Goldene Regel

Es ist mehr als ärgerlich. Da hält sich die Mehrheit der Bevölkerung seit Monaten an die Corona-Regeln. Da wird auf so vieles verzichtet. Aber es gibt immer noch viele, viel zu viele, die sich darüber hinwegsetzen. Auf Kosten der Allgemeinheit, die weiterhin leiden muss, die das unverschuldet auszubaden hat.

Das gleiche Muster durchzieht unser ganzes Leben. Wenn es diese Minderheit nicht gäbe, wenn alle umsichtig und vernünftig handeln würden, wenn man nicht nur auf sich, sondern auch auf das Wohl seiner Mitmenschen achten würde, dann bräuchte vieles nicht extra geregelt werden.

Im Prinzip reichte für fast alles eine einzige Regel. Nämlich das Sprichwort: „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Ähnlich bei Immanuel Kant formuliert in seinem „kategorischen Imperativ“: „Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde! “. Oder bei Jesus mit seiner „goldenen Regel“ in der Bergpredigt: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt!“




<>

footer-image

Create a free website - Go now